| Ratgeber Schönheit |
Geheimratsecken durch Haarausfall
Der Begriff Geheimratsecken ist eine umgangssprachliche
Bezeichnung für den beginnenden androgenetischen Haarausfall beim
Mann. Geheimratsecken weisen somit oft auf erblich bedingten Haarausfall
hin, welcher mit zunehmendem Alter fortschreitet. Spezifisch für
diesen nicht-krankhaften Haarausfall ist sein Verlauf, welcher an den
Schläfen beginnt und bald auch das Haar in der Mitte des Kopfes
betrifft. Dieser Verlauf wird auch als Hamilton-Norwood-Schema bezeichnet.
Dabei können Geheimratsecken erste Anzeichen für eine Glatzenbildung
sein, dies ist jedoch nicht zwingend der Fall. Es gibt auch Männer,
bei denen noch im höheren Alter ausschließlich die Partien
zwischen Schläfe und Stirn haarlos bleiben.
Volles Haar gilt noch heute als wichtiges Attraktivitätsmerkmal beim Mann.
Modische Varianten mit gewollter Glatzenfrisur brechen diese Regel, doch schließlich
ist dies eine freiwillige Entscheidung. Geheimratsecken jedoch sind genau wie
eine altersbedingte Voll- oder Halbglatze nicht gewollt, weshalb viele Betroffene
sehr unter dem unfreiwilligen Haarverlust leiden. Um die passende Behandlungsmethode
gegen die Geheimratsecken zu finden, muss zunächst die Ursache für
den Haarausfall gefunden werden: Zunächst sollte ein Facharzt ernsthafte
Erkrankungen ausschließen. So kann Haarausfall in selteneren Fällen
auch auf eine Stoffwechselstörung hindeuten. Wenn es sich wie meist um androgenetischen
Haarausfall handelt, kann der Arzt gegebenenfalls auch eine Prognose darüber
geben, wie schnell dieser fortschreitet. Langfristige Methoden wie eine Haarverpflanzung
beispielsweise sind eher wenig sinnvoll, wenn kurze Zeit später wieder andere
Kopfpartien haarlos werden.
Ganz grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, den Geheimratsecken
zu begegnen: Entweder mit medizinischen oder mit kosmetischen Maßnahmen.
Zum Schluss gibt es noch die Haartransplantation, welche sowohl medizinisch als
auch kosmetisch wirksam ist. Kosmetische Maßnahmen umfassen zum Beispiel
spezielle Frisuren, Toupets und ähnliche Möglichkeiten zur Kaschierung.
Ein ausgebildeter Friseur wird Betroffene gerne bei der Wahl einer passenden
Frisur beraten. Spezialisierte Fachkräfte können außerdem über
das Tragen von Toupets informieren. Diese bieten einige Vorteile, zum Beispiel
das passgenaue Verdecken der Geheimratsecken, sind jedoch in der Anwendung mitunter
schwierig: Nicht immer findet sich eine passende Stelle zur Befestigung der Haarteile.
Eine ganz andere Möglichkeite zur Bekämpfung von Geheimratsecken ist
die medikamentöse Therapie. So ist die fortschreitende Glatzenbildung auf
ein ganz bestimmtes Hormon zurückzuführen, welches aus Testosteron verstoffwechselt wird. Um dessen Bildung zu verhindern, können ganz bestimmte
Medikamente verschrieben werden. Diese beugen dann ganz generell dem fortschreitenden
Haarausfall vor. Sinnvoll ist auch eine Kombination aus medikamentöser und
kosmetischer Behandlung: So kann das Fortschreiten der Geheimratsecken unterbunden
und die bereits entstandenen Flächen kaschiert werden. In diesem Fall kann
auch eine Haartransplantation bzw. Eigenhaarverpflanzung in Erwägung gezogen
werden, bei der die entstandenen Geheimratsecken wieder vollständig behaart
werden.
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