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Eigenhaarverpflanzung bei Haarausfall und Glatze


Die Eigenhaarverpflanzung oder auch Haartransplantation ist die Methode, um Merkmale krankhaft oder altersbedingten Haarausfalls zu beheben. Mit Hilfe verschiedener Behandlungstechniken können Voll- oder Halbglatzen, kreisrundem Haarausfall oder Geheimratsecken wieder mit Haaren bestückt werden. Der Behandlungserfolg ist in der Regel gut; die verpflanzten Haare oder Haarteile wachsen ein und können dann dauerhaft die ausgefallenen Kopfhaare ersetzen. Zuvor ist jedoch durch einen Facharzt abzuklären, ob eine Eigenhaarverpflanzung überhaupt in Frage kommt (bestimmte Krankheitsbilder können dagegen sprechen).

Die Eigenhaarverpflanzung basiert auf der Entnahme und anschließend Transplantation körpereigener Haarstreifen (zum Beispiel von Körper- oder anderen Kopfhaaren) an eine andere, haarlose Stelle meist am Kopf. Die Grundlagen für diese Methode wurden bereits im 18. Jahrhundert gelegt, haben jedoch mit den heutigen modernen Verpflanzungstechniken kaum noch etwas gemein. Die entsprechend älteste Methode wird als Punch-Technik bezeichnet. Hierbei wurden kleinste, behaarte Hautteile mit Hilfe kleiner Durchschläge (engl. Punches) an anderer Stelle eingestanzt.

Neuer ist die Technik der Mini- sowie Micrografts (MMG), die heute die häufigste Methode zur Eigenhaarverpflanzung darstellt. Im Gegensatz zu älteren Techniken werden die Haarteile hier am Haarkranz entnommen, was später kaum bis gar nicht mehr sichtbar ist. Anschließend müssen die Haarpartien aufwändig unter dem Mikroskop aufbereitet werden, wobei sie in die mittleren und kleineren Hautteile aufgeteilt werden. Dies verspricht einen besseren Behandlungserfolg, da die eingesetzten Haarteile punktgenau verpflanzt werden können. Mit rund 3- 10 Stunden Behandlungsdauer ist diese Methode allerdings auch sehr zeitaufwändig.

Noch moderner ist die FUI- oder auch FUE- Methode. Diese basiert auf der Erkenntnis, dass Haare in ganz natürlichen, winzigen Bündelungen (Follikulare Einheiten) wachsen. Dementsprechend bereitet der Arzt die entnommenen Streifen aus dem Haarkranz hier gemäß dieser natürlichen Einheiten auf, um sie anschließend einzusetzen. Bei der FUE-Methode werden die Haarbündelungen sogar einzeln mit einer Hohlnadel und nicht als Haarstreifen entnommen. Ein weiterer Fortschritt dieser Methode ist, dass auch Körperhaare entnommen und an anderer Stelle wieder eingesetzt werden können. Bei der Punch- und MMG-Methode müssen in der Regel Streifen vom Haarkranz entnommen werden.

Die Eigenhaarverpflanzung kann bei entsprechendem Krankheitsbild eventuell von den Krankenkassen übernommen oder bezuschusst werden, was die relativ hohen Kosten mindern kann. Eine rechtzeitige Anfrage lohnt sich. Eigenhaarverpflanzungen werden gerade in deutschen Großstädten von verschiedenen Fachärzten in Praxen und Kliniken angeboten.


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