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Besenreiser-Behandlung und Couperose-Entfernung Besenreiser sind ein echtes Ärgernis: Etliche Frauen und auch Männer, ungeachtet ihres Alters, ihrer Größe, Statur oder sonstiger gesundheitlicher Verfassung leiden unter den auffällig rot-blauen Malen. Diese sind zunächst einmal harmlos und vor allem ein ästhetischer Störfaktor. Hinzu kommt, dass Besenreiser ohne eine entsprechende Behandlung nicht von allein wieder verschwinden - Sport und gesunde Ernährung helfen da meist wenig (wie es vielleicht bei oberflächlichen Hauterscheinungen wie Cellulitis unter Umständen noch möglich ist). Auf dem Markt werden jedoch auch Mittel gegen die unliebsame Hauterscheinung angeboten, deren Wirksamkeit von Fall zu Fall sehr unterschiedlich bewertet wird. Dabei sind Besenreiser medizinisch gesehen (der Fachausdruck hierfür ist Vakose, wobei Besenreiser nur einen Teilbereich dieser darstellen) nichts Anderes als erweitere Venen. Je nach Venentyp nennen sich diese auch Kapillaren, Arteriolen oder Venolen. Die Ursache hierfür liegt oft in einem permanenten erhöhten Druck auf die entsprechenden Blutbahnen, hervorgerufen durch das Undichtwerden der tiefen Venenklappen im Gefäßareal. Insofern stellen Besenreiser auch eine mögliche Vorstufe zu Krampfadern dar. Andere Experten meinen, dass hauptsächlich das (geschwächte) Bindegewebe für das Entstehen von Besenreisern verantwortlich sei. Bei diesem Erklärungsmodell werden die porösen Kapillaren durch Austreten von Blut und damit einhergehend gestörter Blutzirkulation sichtbar.
Zur Entfernung von Besenreisern gibt es unterschiedliche Methoden. Die bekannteste und wohl effektivste ist das operative Veröden der Male, wobei Injektionen aus Alkohol oder Alkoholschaum die Veneninnenwände regelrecht verkleben, also veröden. Sind die Besenreiser noch recht fein und wenig sichtbar, kann auch eine Lasertherapie entsprechende Ergebnisse bringen. Auch Alternativmethoden aus der Homöopathie sind bekannt. Sind die Besenreiser bereits im fortgeschrittenen Stadium und dementsprechend medizinisch eher als Krampfadern einzustufen, kann eine chirurgische Operation notwendig sein. In jedem Falle sind die Methoden, die ungeliebten Male behandeln zu lassen, allesamt relativ schonend im Vergleich zu anderen kosmetischen Eingriffen. Neben Besenreisern, die vorrangig an den Beinen und grundsätzlich in der unteren Körperhälfte auftreten, gibt es auch die sogenannte Couperose. Hierbei handelt es sich medizinisch gesehen um dasselbe Phänomen, das jedoch in der oberen Körperhälfte und deutlich seltener auftritt. Hierbei kann es auch zu sehr störenden sichtbaren Gefäßerweiterungen im Gesicht kommen. Couperose im Gesicht wird dabei im Allgemeinen als noch belastender als Besenreiser zum Beispiel am Oberschenkel empfunden, da diese durchgehend zu sehen ist. Der Gesamteindruck des Gesichtes kann durch fortlaufend sichtbare Gefäßstrukturen richtiggehend gestört werden. In diesem Falle ist eine Entfernung der erweiterten Venen in jedem Falle sinnvoll.
Ein besonders heikles Thema - Kinder und Besenreiser
Vor der Behandlung - unbedingt abklären lassen! Sollte eine kosmetische Behandlung der Besenreiser trotz massiver gesundheitlicher Probleme in diesem Bereich vorgenommen werden, hat dies einen entscheidenden Nachteil für den Patienten: Die Symptome sind zunächst einmal behoben, die Ursache (nämlich ernsthafte Venenleiden) jedoch nicht. Dies kann die noch harmlosere Komplikation bis zum Unterschenkelgeschwür oder Blutstau verschlimmern. Aus diesem Grunde muss die Untersuchung per Ultraschall immer der erste Schritt sein. Sie ist schmerzlos und liefert schnelle Ergebnisse. Zu den möglichen Krankheiten zählen echte Krampfadern (die sogenannte Varikose) oder auch eine Venenentzündung (Phlebitis). Sind etwaige Krankheiten ausgeschlossen worden, kann die Behandlung der Besenreiser vorgenommen werden.
Sklerosierung oder Verödung Bei der Sklerosierung ist vorab, zusätzlich zum Ausschließen etwaiger Gesundheitsrisiken, auch ein Allergietest auf das Injektionsmittel durchzuführen. Die Behandlung selbst erfolgt in zwei Schritten. Unter örtlicher Betäubung müssen zunächst die entsprechenden Verbindungsvenen bestimmt und anschließend durchtrennt werden. Erst dann kann die eigentliche Sklerosierung erfolgen. Hierfür wird ein Präparat aus reinem medizinischen Alkohol direkt in die betroffenen Äderchen eingespritzt. Das Injektionsmittel ist in flüssiger- oder Schaumform erhältlich. In Schaumform ist das Präparat besonders stark wirksam und eignet sich daher vor allem für stark geweitete Besenreiser und auch echte Krampfadern. Der Alkohol sorgt lokal zunächst für eine Entzündung der Venenwände. Diese ist jedoch nicht bedenklich, sondern gewollt: Sie führt schließlich zur Verklebung, also Verödung der porösen oder undichten Venen. Diese resorbieren in der Folge zuvor ausgetretenes Blut, wodurch die entstandenen Besenreiser zurück gehen. Zur Nachbehandlung werden Watte oder leichte Verbände aufgebracht, auch Kompressionsstrümpfe können zur Unterstützung des Behandlungserfolgs sinnvoll sein. Ansonsten können die meisten Alltagstätigkeiten ganz normal wieder aufgenommen werden. Mit Sport, heißen Bädern, Sauna und Solarium sollte jedoch vorsichtshalber noch rund eine Woche abgewartet werden. Mögliche Komplikationen bei einer Besenreiser-Behandlung durch Verödung können auftreten, sind jedoch meist vorübergehender Natur. Brennen und leichte Einstichschmerzen sind dabei durchaus normal. Auch Empfindungsstörungen können durch versehentliches Treffen eines Nerv vorkommen, sind jedoch ebenfalls in der Regel bald abgeklungen. Blutergüsse im unterspritzten Bereich können mitunter länger anhalten als gewöhnlich, sind aber spätestens nach einigen Wochen wieder verschwunden. Einer allergischen Reaktion auf den medizinischen Alkohol wiederum kann und sollte bereits durch die Voruntersuchung vorgebeugt werden. Zu den ernsteren Komplikationen zählen Hautgeschwüre, die durch falsche Injektionstechnik oder Injektion in andere Hautpartien hervorgerufen werden können. Hier zahlt sich eine gründliche Recherche vorab nach dem richtigen, erfahrenen Mediziner aus. In seltenen Fällen kann es auch zu einer echten Venenthrombose kommen. Diese kann jedoch ebenfalls, rechtzeitig erkannt, schnell behandelt werden. Ebenfalls möglich, aber seltener, ist ein nicht zufriedenstellendes ästhetisches Ergebnis. In diesem Falle kann nachbehandelt werden, gegebenenfalls auch mit Laser für feinere Äderchen. Dies trifft auch dann zu, wenn sich die behandelten Besenreiser nicht vollständig aufgelöst, sondern in mehrere kleinere Gefäßverzweigungen abgespaltet haben ("Matting").
Die Laserbehandlung Das Lasern von Besenreisern entspricht einem medizinischen Eingriff. Im Gegensatz zum Beispiel zur Behandlung von Pigmentflecken wirken die zum Einsatz kommenden Geräte tiefer im Gewebe und bewirken dort eine Verschließung der entsprechenden Venen. Es versteht sich also von selbst, dass ausschließlich Fachärzte für die Behandlung ausgewählt werden sollten. Hierzu zählen unter anderem Dermatologen und Venologen, die eine Zusatzausbildung am entsprechenden Lasergerät absolviert haben. Oftmals werden die Laserbehandlungen auch in großen Kliniken bzw. Zentren angeboten, in denen auch Kombinationen aus Verödung (für größere Besenreiser) und Laser (für kleinere Venen) angeboten werden. Die Lasertherapie kann mit unterschiedlich gepulstem Licht bzw. Laserarten vorgenommen werden. Besonders sinnvoll ist die Behandlung mit langwelligem Laser, der tiefer ins Gewebe eindringt und nur dort von den erweiterten Äderchen absorbiert wird. Hierdurch verkleben die entsprechenden undichten Venen, wobei die oberen Hautschichten verschont bleiben. Mitunter können mehrere Sitzungen nötig sein, bis alle Besenreiser allein mit Laser behandelt sind. Die Methode kann leicht schmerzhaft sein, auch lokale allergische Reaktionen wie Hautrötung und Juckreiz wurden beobachtet. Diese sind jedoch in aller Regel vorübergehender Natur und meist positives Zeichen des Heilungsprozess. Vorsicht ist jedoch geboten bei vorgebräunter Haut im Gesicht: Eine Depigmentierung kann hier ebenfalls durch die Laserbehandlung ausgelöst werden. Ein guter Arzt wird dieses Risiko mit Ihnen vorher abklären.
Cremes und Kräuter - die "sanften" Methoden Ganz einfach hingegen ist die Anwendung mit Schüßler-Salzen, die es rezeptfrei in jeder Apotheke gibt. Hier hat sich besonders das Salz Nr.1, calcium fluoratum, bewährt. Ebenso für den Hausgebrauch gedacht sind spezielle Cremes mit dem Vitamin K1. Flächendeckend nachweisbare Effekte gab es dabei nur mit sehr hoch dosierten Präparaten: Der Vitamingehalt sollte mindestens 5% oder mehr betragen. Die Cremes oder Lotionen sollen zweimal täglich auf die warme, feuchte Haut aufgetragen werden. Hier dringen sie tief ins Bindegewebe ein und wirken auf zweierlei Weise: Zum Einen wird Vitamin K1 nachgesagt, Konsistenz und Gerinnungsfähigkeit des Blutes positiv zu beeinflussen. Zusätzlich unterstützt es die Arbeit der körpereigenen Enzyme, was wiederum einen positiven Effekt auf die gesamte Blutzirkulation hat und somit die Venen entlasten kann. Die Kosten der einzelnen Mittel variieren sehr stark. Für Heilpraktikerbesuche mit entsprechenden Behandlungen können ab 50 Euro bis zu mehreren Hundert Euro fällig sein. Die entsprechenden Kräuter und Schüßler-Salze sind jedoch schon für weitaus weniger Geld zu haben. Für eine kleine Tube mit 30 ml Creme sind rund 20-30 Euro einzuplanen. Bei einer entsprechenden Anwendungsdauer kommen so schnell 60-100 Euro zusammen.
Fazit |
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