Haarausfall ist für Betroffene in der Regel
nur schwer zu akzeptieren. Schließlich gehören volle Haare
heute zu einem jugendlichen Aussehen einfach dazu. Wer jedoch keine Perücke
tragen wollte, hatte bisher nur wenige Möglichkeiten, Hilfe in Anspruch
zu nehmen. Insbesondere bei Männern fallen die Haare hormonell und
erblich bedingt meist im Bereich der Geheimratsecken oder am Haaransatz
aus, am Haarkranz jedoch befinden sich eher unempfindliche Haarwurzeln,
die länger erhalten bleiben. Diesen Umstand der unempfindlichen Haarwurzeln nutzt die moderne Haartransplantation. Sie ermöglicht, dass an ehemals kahlen Stellen wieder neue Haare wachsen. Hierzu werden Haarwurzeln aus den nicht von Haarausfall betroffenen Stellen des Kopfes entnommen und auf die kahlen Stellen transplantiert. Hier können sich die Haarwurzeln dann neu entwickeln, um gesunde Haare zu produzieren. Diese Haare sind dann ebenso strapazierfähig wie die ehemals ausgefallenen Haare und können ebenso frisiert und gewaschen werden. Selbst Tönungen oder Dauerwellen sind möglich. Für die Eigenhaartransplantation stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Die gesunden Haarwurzeln werden hierzu unter örtlicher Betäubung entnommen. Dieses Verfahren ist völlig schmerzfrei. Die Entnahme kann dabei sowohl als Entnahme eines Hautstreifens oder als Punktentnahme erfolgen. Anschließend werden die Haarwurzeln unter dem Mikroskop sorgfältig in kleinste Einheiten selektiert und für die Transplantation präpariert. Nun können die Haarwurzeln im zuvor kahlen Gebiet eingesetzt. Die Transplantation dauert rund zwei bis vier Stunden, je nach Umfang der Transplantation. Nach Abschluss der oberflächlichen Wundheilung können die Haarwurzeln dann neue Haare produzieren, die schon bald für einen vollen Haarschopf sorgen. |
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