Welche Techniken/Methoden der Handchirurgie gibt es und wie ist der Ablauf der OP?
Die Techniken und Methoden der Handchirurgie sind so vielfältig,
dass hier nur einzelne Beispiele aufgezeigt werden können. Angeborene
Fehlstellungen der Hand können ebenso behandelt werden wie Erkrankungen
oder Verletzungen in Folge von Unfällen. Sind hierbei zum Beispiel
Nerven eingequetscht oder unmittelbar verletzt worden, kann eine sogenannte
Nervennaht gesetzt werden. Ein ganz anderes Beispiel umfasst die Behandlung
bei angeborenen Handfehlstellungen: Bei fehlendem oder nur gering ausgeprägtem
Daumen kann dieser rekonstruiert werden. Auch hier gibt es verschiedene
Möglichkeiten. Ist ein Daumenansatz vorhanden, kann dieser durch
eine operative Vertiefung zwischen Daumen und Zeigefinger stärker
herausgestellt werden. Zum vollständigen Aufbau eines Daumens
können wiederum unterschiedliche Techniken zum Einsatz kommen.
Denkbar ist zum Beispiel die gezielte Durchtrennung des Knochens, wodurch
dieser zum Wachstum angeregt wird. Auch das Einbringen von Knochenmaterial
ist eine mögliche Methode.
Wie sind die Kosten und Preise für die Handchirurgie?
Auf Grund der Vielzahl unterschiedlichster OP-Methoden und medizinischer
Indikationen gibt es keine pauschalen Werte von Kosten und Preise im
Bereich der Handchirurgie. Ihr behandelnder Arzt wird sie jedoch gern über
die zu erwartenden Gesamtkosten informieren.
Wie lange wird man nach der Handchirurgie krankgeschrieben?
Auch in diesem Punkt gibt es keine pauschalen Antworten. Krankgeschrieben
wird in der Regel übrigens nur, wer einen medizinisch notwendigen
Eingriff durchführen lässt. Die Regenerationszeit nach der
Operation reicht von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen und länger.
Welche Komplikationen können auftreten und welche Risiken bestehen bei der Handchirurgie?
Die möglichen Risiken und Komplikationen richten sich nach der gewählten
OP-Methode. Wie bei allen chirurgischen Eingriffen, so kommt es auch
hier häufig zu Rötungen, Schwellungen oder leichten Schmerzen
nach der OP. Diese klingen meist von allein wieder ab. Darüber hinaus
sind Infektionen möglich, welche umgehend behandelt werden müssen.
Nicht immer kann das gewünschte Behandlungsergebnis erreicht werden;
insbesondere bei komplizierten Eingriffen. Der jeweilige Arzt informiert über
spezifische Risiken beim jeweiligen Operationsverfahren, ebenso über
Erfolgsaussichten und Heilungschancen.
Wie viel Zeit muss man für eine Handchirurgie einplanen?
Auf Grund der Vielzahl unterschiedlichster OP-Methoden und Indikationen
gibt es keine pauschalen Antworten, wie lange der Eingriff dauert. Die
Möglichkeiten reichen von etwa nur einer halben Stunde bis hin zu
mehreren Stunden. Außerdem kann je nach Eingriff auch ein stationärer
Aufenthalt nötig sein.
Was ist bei Vor- und Nachsorge bei der Handchirurgie zu beachten?
Rund zwei Wochen vor dem Eingriff sollte auf die Einnahme jeglicher Medikamente
verzichtet werden, insbesondere dürfen keine schmerzstillenden,
blutverdünnenden oder beruhigenden Mittel eingenommen werden. Wenn
sie nötig sind, muss die Einnahme mit dem Arzt abgesprochen werden.
Nach der Behandlung muss auf Alkohol und Nikotin verzichtet werden,
damit es nicht zu Störungen der Wundheilung kommt. Sport, Gänge
in die Sauna und intensive Sonneneinstrahlung sind ebenfalls erst einmal
tabu. Langsame Bewegung ist aber für den Heilungsverlauf förderlich.
Wo finde ich Vorher-Nachher-Bilder?
Zum 01.08.05 wurde die Gesetzeslage dahingehend
geändert, daß nach den Regelungen des deutschen Heilmittelgesetzes
künftig keine Vorher-Nachher Bilder von ästhetisch
plastischen Behandlungen mehr gezeigt werden dürfen. Sie finden Vorher-Nachher-Bilder
nur noch auf ausländischen Webseiten.
Während eines persönlichen
Beratungsgespräches dürfen
Ihnen Ärzte Vorher-Nachher-Bilder zeigen.
Wie findet man den richtigen Arzt?
Informieren Sie sich in unserer Ärzte-Datenbank über die verschiedenen Anbieter der Handchirurgie.
Bleiben nach der Handchirurgie Narben?
Durch Einschnitte im Hautgewebe kann es bei Eingriffen der Handchirurgie
zur Narbenbildung kommen. Moderne Schnitt-Techniken helfen, diese Narben
möglichst unauffällig und klein zu halten. Insbesondere bei
größeren Schnittflächen oder langen Einschnitten ist
die Narbenbildung jedoch nicht immer vermeidbar. Hinzu kommen individuelle
Risikofaktoren, welche übermäßig sichtbares, wulstiges
oder hell pigmentiertes Narbengewebe begünstigen können. Entsprechend
veranlagte PatientInnen sollten den behandelnden Arzt rechtzeitig vor
dem Eingriff hierüber informieren.
Wie kann man eine Handchirurgie finanzieren?
Hinweise zur Finanzierung
der Handchirurgie finden
Sie auf unserer Seite. Viele Kliniken und Arztpraxen bieten heute flexible
Modelle wie die Ratenzahlung an. Die einzelnen Konditionen hängen
dabei von ganz verschiedenen Faktoren ab, unter Anderem auch den Gesamtkosten
für den Eingriff. Darüber hinaus sind viele Eingriffe im Bereich
der Handchirurgie medizinisch sinnvoll oder notwendig. Ist dies der Fall,
können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Etwas
anders liegt der Fall bei sogenannten Unfallverletzungen: Hier können
ganz verschiedene Kostenträger verantwortlich sein – je nachdem,
welchen Versicherungsschutz der Betroffene genießt und wer für
den Unfall verantwortlich ist. Eine rechtliche Auskunft hierüber
können wir jedoch ausdrücklich nicht geben.