
Nach jeder Verletzung, die die Lederhaut beschädigt,
können Narben entstehen. Dies kann beispielsweise durch einen Schnitt,
aber auch durch Operationen der Fall sein. In vielen Fällen sind
Narben nicht weiter auffällig, da sie im Laufe der Zeit verblassen.
Manchmal jedoch entwickelt sich die Gesundung von Narben ungünstig,
wodurch verschiedene Probleme auftreten können. Narben können
sich dabei mitunter vergrößern oder verfärben. Insbesondere
dann, wenn sich die Narben an einer gut sichtbaren Stelle befinden, können
sie sehr unansehnlich sein und das Selbstwertgefühl des Patienten
beeinträchtigen. Bei Narbenzug oder einer Narbenschrumpfung können
jedoch nicht nur ästhetische Probleme, sondern sogar Bewegungseinschränkungen
auftreten, bei Kindern kann diese Narbenveränderung sogar zu Wachstumsstörungen
führen. In diesen Fällen kann eine Narbenkorrektur helfen, um die Narben zu behandeln. Ein solcher Eingriff sollte aber frühestens ein Jahr nach der ursprünglichen Verletzung stattfinden. Haben die Narben einen ungünstigen Verlauf, werden sie im Zick-Zack-Muster aufgetrennt und später entlang der Hautlinie wieder vernäht. Diese Technik soll die Narbe weniger auffällig machen und gleichzeitig eine Schrumpfung mit Zugauswirkung verhindern. Ist die Narbe zu groß, kann sie herausgeschnitten werden. Die nun offene Hautstelle kann nun wieder verschlossen werden. Mit einem besonderen Dehnungsverfahren wird die umgebende Haut in die Breite gezogen, alternativ kann ein Gewebeexpander genutzt werden, um die Dehnung der Haut nach und nach zu ermöglichen. Auch eine Hauttransplantation ist bei großen Narben möglich. |
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